FÜTTERUNG ZUR GEWICHTSERHALTUNG FÜR ERWACHSENE UND ALTE HUNDE

Das Ziel guter Ernährung ist es, alle Energie und wichtigen Nährstoffe bereitzustellen, die ein Hund in ausreichenden Mengen braucht, um Mängel zu vermeiden, gleichzeitig die Aufnahme so einzuschränken, dass keine Überernährung oder gar Toxikosen auftreten. Von einigen Nährstoffen ist bekannt, dass sie bei Krankheiten eine Rolle spielen, vernünftigerweise vermeidet man unnötig hohe Mengen davon, wann immer dies möglich ist.

Es ist wichtig, ein Leben lang eine hochqualitative Hundenahrung zu füttern. Nur mit einer optimalen Versorgung in jungen Jahren bietet ein Garant für ein gesundes und langes Leben.

Hierbei ist nicht auf zu viel Schnick Schnack zu achten.

Wichtig ist,

  • dass das Futter eine sehr höhe Verdaulichkeit hat
  • dass die Inhaltstoffe und Energiewerte nicht zu hoch angesetzt ist
  • dass es möglichst nur eine Proteinquelle im Futter gibt.
  • Dass die Proteinquelle vom Hund gut vertragen wird

Und vor allen Dingen, achten Sie darauf, dass der Hund kein Übergewicht hat.

Manchmal ist etwas weniger viel besser als ein Zuviel.

Gewichtserhaltung und Bewegung sind die optimalen und wichtigsten Bausteine im Hundeleben.

Wir haben uns mit möglichen Gesundheitsrisiken befasst, die bei erwachsenen Hunden durch die Aufnahme von zu viel Proteinen, Salzen und Phosphor entstehen. Diese Nährstoffe spielen nach diesen Forschungen gerade bei Herz- und Nierenerkrankungen nach deren Ausbruch eine besondere Rolle. Nierenschäden und Herzversagen sind bei älteren Hunden sehr verbreitet. Es wird dringend empfohlen, Futtermischungen zu vermeiden, in denen diese Nährstoffe reichlich vorhanden sind, soweit derartige Risiken bestehen. Hinzu kommt, dass diese Nährstoffe auch für Hunde, bei denen äußerlich noch keine Anzeichen dieser Erkrankung vorliegen, ungesund sind. Beispielsweise ist bekannt, dass Salz von Hunden mit noch nicht erkannten Herzerkrankungen gespeichert wird, ohne äußere Anzeichen einer Schädigung. Und dieses Speichern von Salz ist ein wichtiger Faktor für das Entstehen von Flüssigkeitsansammlungen (Stauungen), Anschwellen der Glieder (Oedemen) und Wassersucht (Ascites).

Man hat festgestellt, dass vierzig Prozent aller Hunde über fünf Jahre, achtzig Prozent aller Hunde über zehn Jahre Herzveränderungen aufweisen - entweder Endokarditis auftritt oder Herzmuskelfibrose (Bindegewebsvermehrung) - oder beides zusammen. Beide können die Herzfunktion beeinträchtigen. Phosphorspeicherung ist eine wichtige Folge fortgeschrittener Nierenerkrankung, hierdurch kommt es zu Mineralablagerungen im Körpergewebe einschließlich der Nieren selbst - eine Erkrankung, die als Nephrokalzinose bekannt ist. Solche Ablagerungen schädigen die Nieren noch mehr, beschleunigen die Entstehung von Nierenversagen.

Wenn Hunde altern, bestimmen zwei Hauptfaktoren ihren Ernährungsbedarf:

  • Veränderter Nahrungsbedarf aufgrund altersbedingter Organfunktion und Stoffwechsel.
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit des Vorhandenseins noch nicht erkennbarer Erkrankungen. Viele von ihnen unterliegen einem verzögerten Verlauf, währenddessen die Nahrungsaufnahme die Erkrankung beschleunigen könnte.

Mit zunehmendem Alter nimmt der Energiebedarf in der Regel ab, dem sollte die Nahrungsaufnahme angepasst werden. Die Aufnahme bestimmter Nahrungsmittel sollte auf ein Minimum reduziert werden -besonders Proteine, Phosphor, Salz, aber auch die gesamte Energieaufnahme. Andere Nährstoffe müssen entsprechend den Anforderungen einiger älterer Hunde vermehrt angeboten werden, insbesondere wichtige Fettsäuren, einige Vitamine, einige spezifische Aminosäuren und Zink. Anders als beim Menschen brauchen älteren Hunden Kalzium und Phosphor nicht zusätzlich angeboten zu werden - in Wirklichkeit könnte dies sich sogar schädlich auswirken.

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