DER ENERGIEBEDARF DER HUNDE
Alle lebenden Zellen brauchen Energie, je aktiver sie sind, umso mehr Energien verbrennen sie. Jeder einzelne Hund hat seinen persönlichen Energiebedarf, dieser ist unterschiedlich, selbst unter Hunden der gleichen Rasse, gleichen Alters, gleichen Geschlechts und Aktivitätslevels. Züchter erkennen schnell, dass Wurfgeschwister sich bei genau gleichem Umwelt- und Fütterungsangebot verschieden entwickeln. Ein Welpe neigt zu Dickleibigkeit, der andere steht auf der schlanken Seite, selbst wenn beide exakt die gleiche Futtermenge erhalten. Hieraus ergibt sich die Schwierigkeit, in Futtertabellen darzustellen, wie viel man seinem Hund täglich an Futter zur Verfügung stellen muss. Es ist also wichtig, zu ermitteln, wie hoch der Erhaltungsbedarf eines ausgewachsenen Hundes ist.
Kennst man die Energiedichte des Futters, das man füttert, kann man ziemlich genau ausrechnen, was Ihr Hund braucht. Denken Sie jedoch daran, dass es sich immer nur um Schätzwerte handelt. Es sind Durchschnittswerte die den Anforderungen des Einzelhundes angepasst werden müssen. Am einfachsten erreicht man dies, wenn man regelmäßig den Hund wiegt, und dann sein Optimum an Körpergewicht aufrechterhält.
Beim Futter ist es wichtig, die im Stoffwechsel verwertbaren Energien zu erfahren. Bei Max-Hamster.de haben wir diese Angabe bei jedem Futter in kcal/kg mit angeführt. Einige Hersteller geben nur Informationen über die Gesamtenergie, diese helfen nicht weiter, denn einiges dieser Energien – bei einigen Herstellern beträchtliche Mengen - können nicht verdaut, absorbiert und genutzt werden.
Es gibt zahlreiche Umstände, wodurch sich der Energiebedarf Ihres Hundes vom Erhaltungsenergiebedarf unterscheidet:
Leichte bis mäßige Aktivität (Arbeit) verändert den Energiebedarf wenig. Er steigt nur, wenn die Hunde schwer arbeiten, beispielsweise Schlitten ziehen - dadurch wird der Energiebedarf auffällig vermehrt. Während der Tragezeit ist der Energiebedarf erst in den letzten drei Wochen vergrößert, der Hauptbedarf an Energieaufnahme liegt in der Säugezeit. Um in Kondition zu bleiben, ist es während der Tragezeit und Säugezeit sehr wichtig der Hündin in der Ernährung genügend Energien anzubieten. Sie sollte während der Tragezeit und Säugezeit kein Gewicht verlieren, in Kondition bleiben. Da während der Säugezeit der Energiebedarf sehr hoch liegt (bis zu 4 fachem Erhaltungsbedarf), ist es nicht möglich, den Bedarf durch konventionelle Erwachsenenernährung zu decken, hiervon kann einfach die Hündin körperlich nicht genug aufnehmen. Aus diesem Grund verliert sie an Gewicht und Kondition. Um dies zu vermeiden, empfehlen wir einen Wechsel auf Hochenergienahrung mit 1/3 Welpennahrungsanteil.
Wenn Hunde älter werden, vermindert sich meist ihr Energiebedarf. Dies kommt in erster Linie durch weniger Aktivität, ausgelöst durch weniger Auslauf, oder durch Arthritis die stärkere Bewegungsprobleme mit sich bringt. Es gibt aber auch bei älteren Tieren eine Veränderung im Stoffwechsel, die den Energiebedarf einschränkt. Ziel sollte es sein, das Körpergewicht auch im Alter zu erhalten. Gibt es Anzeichen für Gewichtsvermehrung oder Gewichtsverlust, sollte dies entsprechend durch verminderte Energiezufuhr kompensiert werden. Verändert sich das Körpergewicht um mehr als 10 % gegenüber normal (nach oben oder unten), sollte man den Tierarzt befragen, abklären, ob möglicherweise gesundheitliche Probleme zu der Gewichtsveränderung führten.
Änderungen in den Umweltbedingungen - besonders alle Formen von Stress (einschließlich Ausstellungen) - wirken sich insbesondere bei Hunden mit nervöser Veranlagung aus, es kann zu erhöhtem Energiebedarf führen. Einige Hunde verlieren an Gewicht, wenn sie über längere Zeit im Zwinger gehalten werden; Ursache ist stress bedingter höherer Energiebedarf, der durch die gleiche Futtermenge nicht völlig abgedeckt ist. Max-Hamster.de LEISTUNG ist ein Hochenergiefutter und enthält 4240 kcal/kg. Ein solches Futter kann unter vorstehenden Umständen erforderlich sein, um das Körpergewicht zu erhalten. Zu starke Energieaufnahme führt auf der anderen Seite zu Dickleibigkeit, die ihrerseits ernsthafte Gesundheitsstörungen zur Folge haben kann. Das Futter also mit Bedacht einsetzen.
Bei übergewichtigen Hunden treten orthopädische Probleme wie beispielsweise Kreuzbandriss häufiger auf. Diese Erkrankung, die oft eine Operation erfordert, tritt verbreitet beim älteren Hund auf, zeigt sich durch plötzlich auftretende völlige Lahmheit oder nach und nach sich verschlimmernde Hinterhandlahmheit. Ältere Hunde entwickeln häufig Herzerkrankungen. Hinzu kommende Dickleibigkeit stellt beachtliche zusätzliche Anforderungen an das Herz-Kreislauf-System - möglicherweise mit schwerwiegenden Konsequenzen. Dickleibigkeit ist auch oft Anlass für nicht Insulin abhängige Diabetes Mellitus, hat aber auch viele andere gesundheitsschädliche Auswirkungen, einschließlich verringerter Widerstandskraft gegen Infektionen und höhere Risiken bei Narkose und Operation. Ist Dickleibigkeit erst einmal gegeben, mindert sich meist auch die Aktivität, wodurch geringere Energieaufnahme noch umso dringlicher wird. Andernfalls setzt sich noch mehr Körpergewicht an, was die Situation weiter verschlimmert.
Welpen vieler Hunderassen sind bereits genetisch dazu veranlagt, in ihrer Jugendzeit Dickleibigkeit zu entwickeln. Solche übergewichtigen Welpen sind wesentlich anfälliger für Entwicklung von Skelettproblemen wie Hüftgelenksdysplasie oder Osteochondrose. Diese Welpen haben dann alle lebenslänglich eine Prädisposition, auch für Dickleibigkeit als erwachsener Hund - mit der Vielzahl der damit verbundenen Risiken.
Vorbeugung gegen Dickleibigkeit bei Ihrem Hund ist entscheidend, um oben beschriebene Krankheiten zu meiden. Vorbeugende Maßnahmen werden zu einer ständigen Herausforderung für den Besitzer manches Hundes, der nun einmal von Geburt an davon überzeugt ist, die ganze Welt sei fressbar.
Energie ist in der Hundeernährung nur verfügbar in Fett, Kohlenhydraten und Proteinen. Ein Gramm Fett enthält 2,5-mal mehr Energie als ein Gramm Kohlenhydrate oder Protein. Hohe Energieanforderungen erfüllt man am leichtesten durch eine verhältnismäßig fettreiche Ernährung. Sehr selten entstehen beim Hund Herz-Kreislauf-Probleme - Arteriosklerose und Herzgefäßerkrankungen - wie man sie so häufig bei hohem Fettverbrauch beim Menschen antrifft.
Viele Hundebesitzer glauben, bei viel Auslauf und Belastung seien Proteine die richtige Energiequelle. Das stimmt aber nicht. Proteine sind eine relativ schwache Energiequelle, weil ein großer Anteil der theoretisch verfügbaren Energie durch während der Mahlzeit notwendige Erwärmung verloren geht. Diese Erwärmung entsteht während der Verdauung, Absorption und Nutzung von Proteinen. Aus diesem Grund sind Fette bessere Energiequellen.
Für dicke und zu Dickleibigkeit veranlagte Hunde empfiehlt sich niedrige Energieaufnahme. Es gibt heute Spezialhundefutter, das über eine sehr niedrige Energiedichte verfügen (z. B. Max-Hamster.de SENSITIV-Lamm, SENIOR-Lamm oder SENIOR-Geflügel sowie LIGHT-Geflügel). Diese Futtersorten sind am effektivsten da sie einen hohen Rohfaseranteil haben. Um auszuschließen dass ein medizinisches Problem vorliegt, sollte der Hund aber grundsätzlich von einem Tierarzt untersucht werden.