FÜTTERUNG DER TRAGENDEN UND SÄUGENDEN HÜNDIN
Zu Anfang und bis zur Mitte der Tragezeit gibt es keinerlei Notwendigkeit, die Futtermenge zu vergrößern. Erst während der letzten drei Wochen besteht ein erhöhter Bedarf an Energie (zum Beispiel Kohlenhydrate und Fette gemeinsam), an Proteinen, Mineralien und Vitaminen. Der Nahrungsbedarf einer Hündin erreicht während der Säugezeit seinen Höhepunkt, insbesondere wenn ein großer Wurf aufgezogen wird. Vermeiden Sie während der Tragezeit Calciumergänzungen. Hohe Calciumaufnahme in dieser Zeit kann bei der späteren Milchproduktion die Verfügbarkeit von Kalzium verringern und dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Eklampsie mehren (auch Milchfieber genannt).
Während der Tragezeit sollte die Hündin Kondition und Körpergewicht erhalten. Verliert sie Gewicht, muss ihre Energieaufnahme erhöht werden. Um über diese Zeit den Nahrungsbedarf zu decken, wird eine eigens zusammengestellte Wachstumsernährung empfohlen.
Wir empfehlen ab der 5. Trächtigkeitswoche der gewöhnlichen Hundenahrung ca. 25% Welpennahrung (WELPE oder WELPE 30-plus)zuzumischen. Hierdurch erhalten bereits die Welpen vor der Geburt eine optimale Versorgung.
Nach dem Wurf empfehlen wir, die verwendete Hauptnahrung (ADULT-Geflügel oder ADULT-Lamm sowie bei kleinen Rassen AULT-Mini) durch ein Leistungsfutter (LEISTUNG) zu ersetzen. Der Anteil an Welpennahrung sollte nicht unter 25% verringert werden. Nur so wird sichergestellt, dass die Zuchthündin nicht an Gewicht verliert und die Welpen optimal über die Milch ernährt werden.
Wenn eine Hündin eine speziell für diesen Lebensabschnitt zusammengestellte Nahrung erhält und trotzdem Eklampsie auftritt - oder es in den vorausgegangenen Perioden zu dieser Erkrankung kam - wird Ihr Tierarzt wahrscheinlich Kalziumergänzung empfehlen. In der Tragezeit ist dies nur in den allerletzten Tagen ratsam, wenn die Milch ins Gesäuge steigt. Nach Möglichkeit sollte die Kalziumergänzung – wenn überhaupt - nur während der Laktation - also nach der Geburt - erfolgen.
Im Folgenden werden wir uns mit der Fütterung erwachsener und alter Hunde beschäftigen: